Formale Sprache

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Formale Sprache
TypKonzept
QuellenQuelle - Automatentheorie Zusammenfassung
Erstellt2026-09-24
Aktualisiert2026-09-24
Tagstheoretische-informatik, formale-sprachen, grundlagen

Eine Menge von Wörtern (endlichen Zeichenfolgen) über einem Alphabet. Sie wird durch Automaten erkannt oder durch Grammatiken erzeugt und ist das Grundobjekt der Automatentheorie.

Grundbegriffe

  • Alphabet Σ: endliche Menge von Symbolen, z.B. {0, 1} oder {a, b, c}.
  • Wort: endliche Folge von Symbolen. Das leere Wort ε hat die Länge 0 und ist neutral: εw = wε = w.
  • Σ*: Menge aller Wörter über Σ (einschliesslich ε). Σ⁺ = Σ* − {ε}: alle Wörter ohne das leere.
  • Sprache L ⊆ Σ*: beliebige Teilmenge davon. Zu unterscheiden sind die leere Sprache ∅ (enthält kein Wort) und {ε} (enthält genau das leere Wort) (Quelle - Automatentheorie Zusammenfassung).

Operationen auf Sprachen

  • Konkatenation: L₁L₂ = { uv | u ∈ L₁, v ∈ L₂ }
  • Potenz: L⁰ = {ε}, Lⁿ⁺¹ = LⁿL
  • Kleene-Stern: L* = L⁰ ∪ L¹ ∪ L² ∪ …, die Vereinigung aller Potenzen
  • Dazu Vereinigung, Durchschnitt, Differenz, Komplement (Σ* − L) und Spiegelung SP(L)

Ob eine Sprachklasse unter diesen Operationen abgeschlossen ist, unterscheidet die Klassen: Reguläre Sprachen sind unter allen abgeschlossen, kontextfreie nicht unter Durchschnitt und Komplement → Reguläre Sprache, Kontextfreie Sprache.

Zwei Blickwinkel

erkennend (akzeptierend) erzeugend beschreibend
Automat: Wird ein Wort akzeptiert? Grammatik: Ableitung aus einem Startsymbol mit Regeln (Produktionen) regulärer Ausdruck, EBNF

Wie die drei Sichten zusammenhängen, zeigt die Chomsky-Hierarchie.

  • Wortproblem: Gehört ein Wort w zur Sprache L? Je nach Sprachklasse ist es entscheidbar oder nicht → Berechenbarkeit.
  • Abzählbarkeit: Es gibt nur abzählbar viele Grammatiken bzw. Turingmaschinen, aber überabzählbar viele Sprachen (die Potenzmenge von Σ*). Also gibt es Sprachen, die keine Grammatik erzeugen kann (Quelle - Automatentheorie Zusammenfassung).

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