Wärme und Temperatur

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Wärme und Temperatur
TypKonzept
QuellenQuelle - Physik für Dummies
Quelle - Recherche - Physik Nachprüfung 2026
Erstellt2026-09-27
Aktualisiert2026-09-27
Tagsphysik, thermodynamik, wärme, temperatur

Temperatur misst die ungeordnete Bewegung der Teilchen, Wärme ist Energie, die vom wärmeren zum kälteren Körper fliesst. Wärme ändert die Temperatur (Q = c·m·ΔT), die Länge und das Volumen, bei Phasenübergängen aber nur den Aggregatzustand. Übertragen wird sie durch Konvektion, Leitung und Strahlung.

Temperaturskalen

Skala Gefrierpunkt Wasser Siedepunkt Wasser Nullpunkt
Celsius (°C) 0 100 willkürlich
Fahrenheit (°F) 32 212 willkürlich
Kelvin (K) 273,15 373,15 absoluter Nullpunkt
  • Umrechnung: °C = 5/9 · (°F − 32), °F = 9/5 · °C + 32, K = °C + 273,15 (Quelle - Physik für Dummies, Kap. 13).
  • Kelvin ist die SI-Einheit. Man sagt „100 Kelvin“, nicht „Grad Kelvin“. Temperaturdifferenzen sind in K und °C gleich.
  • Helium wird bei 4,2 K flüssig, das sind −268,95 °C.
  • Die Kelvin-Skala geht auf William Thomson zurück, später Lord Kelvin. Er schlug 1848 eine absolute Temperaturskala vor (Quelle - Recherche - Physik Nachprüfung 2026; das Buch schreibt den Namen falsch „Thompson“).
Einordnung (Claude)

Das Buch sagt, am absoluten Nullpunkt „stehen die Moleküle still“. Quantenmechanisch bleibt eine Nullpunktsbewegung, eine Folge der Unschärferelation. Sie verhindert zum Beispiel, dass Helium bei Normaldruck fest wird (Quelle - Recherche - Physik Nachprüfung 2026, Moderne Physik).

Wärmeausdehnung

  • Längenausdehnung: ΔL = α · L₀ · ΔT, α ist der lineare Ausdehnungskoeffizient (1/K). Stahlschienen (α ≈ 1,2 · 10⁻⁵ /K, 10 m lang) werden bei 50 K Erwärmung 6 mm länger. Ein Millimeter Fuge reicht also nicht, deshalb haben Brücken Dehnungsfugen (Kap. 13).
  • Volumenausdehnung: ΔV = β · V₀ · ΔT, für Festkörper gilt β ≈ 3α. Ein randvoller 20 000-Liter-Tank Benzin braucht nach 10 K Erwärmung 20 190 Liter.
  • Ausnahme Wasser: Zwischen 0 °C und 4 °C zieht es sich beim Erwärmen zusammen.

Wärme und Wärmekapazität

  • Wärme ist Energie, Einheit Joule. Unsere Nerven spüren die Richtung des Wärmeflusses, nicht die Temperatur selbst.
  • Q = c · m · ΔT, c ist die spezifische Wärmekapazität in J/(kg·K). Wasser (und Kaffee): 4186 J/(kg·K), Glas: 840 J/(kg·K), Eis: 2000 J/(kg·K).
  • 1 cal = 4,186 J (erwärmt 1 g Wasser um 1 °C). Auf Lebensmitteln steht meist kcal.
  • Mischen: Abgegebene Wärme = aufgenommene Wärme. 45 g Kaffee von 45 °C auf 65 °C bringen braucht 30 g Kaffee von 95 °C (Kap. 13).

Phasenübergänge und latente Wärme

Beim Schmelzen, Verdampfen oder Sublimieren steigt die Temperatur nicht, obwohl Wärme fliesst. Die Energie bricht die Struktur auf (Eis in der Cola bleibt bei 0 °C, bis es geschmolzen ist).

  • Latente Wärme L in J/kg: Q = L · m.
  • Wasser: Schmelzwärme L_S = 3,35 · 10⁵ J/kg, Verdampfungswärme L_V = 2,26 · 10⁶ J/kg.
  • Sublimation: fest direkt zu gasförmig, z.B. Trockeneis (CO₂).
  • Erwärmungskurve von Eis: Temperatur steigt – Plateau bei 0 °C – steigt – Plateau bei 100 °C.

Drei Wege der Wärmeübertragung

Konvektion: Ein erwärmtes Fluid (Flüssigkeit oder Gas) dehnt sich aus, wird leichter und steigt auf. Beispiele: Nudeln im Kochtopf, Thermik für Greifvögel, Umluftofen, warme Luft im offenen Treppenhaus (Kap. 14).

Wärmeleitung: Schnelle Teilchen stossen ihre Nachbarn an, ohne dass sich Stoff bewegt. Q = k · A · ΔT · t / L, k ist die Wärmeleitfähigkeit in J/(s·m·K):

Material k
Silber 420
Kupfer 390
Messing 110
Stahl 10–50
Glas 0,80
Styropor 0,01

Ein Stahlgriff (15 cm, 2 cm², 575 K Unterschied) leitet 10,7 J pro Sekunde. Metall fühlt sich kalt an, weil es die Wärme der Hand schneller ableitet als Holz, obwohl beide gleich warm sind.

Wärmestrahlung: Elektromagnetische Strahlung, braucht kein Medium, bringt die Sonnenwärme durch das Vakuum. Jeder Körper über 0 K strahlt, Menschen im Infraroten. Ab etwa 1000 K glüht ein Körper rot, bei etwa 1700 K weiss.

  • Stefan-Boltzmann-Gesetz: Q = ε · σ · A · T⁴ · t mit σ = 5,67 · 10⁻⁸ W/(m²·K⁴) und dem Emissionsvermögen ε (1 für einen schwarzen Körper).
  • Ein Mensch (ε ≈ 0,8, 37 °C, etwa 1 m² Oberfläche) strahlt nach dieser Rechnung rund 450 W ab. Netto sind es etwa 100 W, weil die Haut kühler ist und die Umgebung zurückstrahlt.
  • Der Weltraum wirkt kalt, weil dort nichts zurückstrahlt.
  • Dunkle Flächen absorbieren und strahlen mehr als helle oder glänzende.

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