Web-Analytics

Aus Zweites Gehirn, dem persönlichen Wiki
Web-Analytics
TypKonzept
QuellenQuelle - Praxisbuch Usability und UX
Quelle - Recherche - Usability und UX heute 2026
Erstellt2026-09-27
Aktualisiert2026-09-27
Tagsweb-analytics, tracking, konversion, trichter, datenhoheit

Auswertung von Zugriffsdaten, um aus dem tatsächlichen Verhalten der Nutzer Schwachstellen zu finden: Absprünge, Ausstiege, Klickpfade, Ereignisse und Abbrüche im Konversionstrichter. Zeigt zuverlässig was Nutzer tun, aber nicht warum; deshalb mit qualitativen Methoden kombinieren.

Stärken und Grenzen

Messbar ist praktisch jede Interaktion, sofern der Nutzer dem Tracking nicht widerspricht, und das sogar in Echtzeit. Die Daten liefern aber kaum Kontext, Motivation oder Ziele. Deshalb eignen sie sich als Grundlage für Usability-Tests oder zu deren Überprüfung sowie zur Validierung von Personas (Quelle - Praxisbuch Usability und UX, S. 231).

Glossar

Begriff Bedeutung
Absprung (Bounce) nur eine Seite aufgerufen und wieder gegangen
Ausstieg (Exit) letzte Seite nach mindestens zwei besuchten; kann heissen „nicht gefunden“ oder „gefunden“
Ereignis (Event) Interaktion ohne Seitenwechsel: Download, Video starten, Formularfeld wählen, Karte zoomen
Ereignisfluss (Event Flow) Abfolge der Ereignisse, zeigt z. B. Abbrüche in einem Formular
Verhaltensfluss (Behaviour Flow) Pfad durch die Anwendung inklusive Seitenwechsel
Trichter (Funnel) vorgesehene Schritte bis zur Konversion, z. B. Bestellprozess
Trichteranalyse wo Nutzer vom idealen Weg abweichen oder abbrechen

Was man damit findet

  • Standard-Tracking: Besucher, Seitenaufrufe, Ein- und Ausstiege, Absprünge, Geräte. Seiten mit vielen Absprüngen oder Ausstiegen genauer ansehen; Anteil mobiler Nutzer prüfen; wiederkehrende Besucher als Mass für Nützlichkeit (S. 233–234).
  • Ereignisse: Probleme beim Ausfüllen von Formularen, welche Filter und Sortierungen genutzt werden.
  • Zeit: Ladegeschwindigkeit (z. B. webpagetest.org), Dauer von Aufgaben, Verweildauer. Langsame Anwendungen machen keinen Spass.
  • Ziele und Trichter: Konversionen zählen und die Abbruchstelle finden (S. 237).
  • Suchanfragen auf der eigenen Site zeigen die Wörter der Nutzer, nützlich für Filterbegriffe (UI-Richtlinien).

Werkzeuge (Stand 2017)

Google Analytics (grösster Marktanteil, kostenlose Basisversion), Adobe Analytics, etracker und Piwik: quelloffen und kostenlos, die Daten bleiben auf dem eigenen Server. Deshalb nutzen es auch Bundesbehörden (S. 238).

Piwik heisst seit dem 9. Januar 2018 Matomo („anständig“ auf Japanisch); nur der Name änderte sich, begründet mit dem Schutz der Privatsphäre (Quelle - Recherche - Usability und UX heute 2026).

Einordnung (Claude)

Das Argument „Daten bleiben beim Betreiber“ ist dasselbe wie die Datenhoheit dieses Wikis. Seit DSGVO und revidiertem Schweizer Datenschutzgesetz brauchen viele Tracking-Formen eine Einwilligung (Datenschutz Schweiz). Nicht per Recherche geprüft.

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