Fourier-Transformation

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Fourier-Transformation
TypKonzept
QuellenQuelle - Bildverarbeitung Zusammenfassung
Erstellt2026-09-24
Aktualisiert2026-09-27
Tagsbildverarbeitung, mathematik, frequenzraum

Zerlegt ein Bild in gewichtete sinus- und cosinusförmige Basisbilder und überführt es so vom Ortsraum in den Frequenzraum, wo sich viele Eigenschaften leichter erkennen und bearbeiten lassen.

Idee

Die Fourier-Transformierte H(f) einer reellen Bildfunktion h(x) ist komplexwertig: Der Betrag bildet das Amplituden- bzw. Ortsfrequenzbild, die Phase trägt die Ortsbezüge. Viele Eigenschaften sind im Frequenzraum besser sichtbar (Quelle - Bildverarbeitung Zusammenfassung).

Eigenschaften

  • Linearität: Die Summe von Bildern ergibt die Summe der Transformierten.
  • Periodisches Muster → zwei Peaks symmetrisch zum Zentrum. Je kürzer die Periode, desto weiter liegen sie auseinander.
  • Drehung im Ortsraum → gleiche Drehung im Frequenzraum.
  • Skalierung mit Faktor a → Skalierung mit 1/a.
  • Verschiebung → nur eine Phasenänderung, der Betrag bleibt gleich. Deshalb lassen sich verschobene Objekte über das Amplitudenspektrum erkennen.
  • Faltungstheorem: Faltung im Ortsraum entspricht Multiplikation im Frequenzraum → Bildfilter.

Varianten

  • DFT (diskret, 2D): nichtsymmetrischer Kern, als Zeilen- und Spaltentransformation ausführbar.
  • FFT: effizienter Algorithmus für die DFT mit N/2·log₂N statt N² komplexen Multiplikationen (N = 2^p).
  • Verwandte Transformationen für die Kompression (DCT, Walsh-Hadamard, Karhunen-Loève) → Bildcodierung.

Anwendungen

  • Filter, die im Frequenzraum einfacher sind (z.B. Bandpass zur Entrasterung)
  • schnelle Faltung
  • JPEG-Kompression (über die DCT)
  • Texturanalyse (lokale Frequenz und Orientierung) → Bildsegmentierung
  • Fourierdeskriptoren für Konturen → Merkmalsextraktion

Aus den Abbildungen der Quelle

  • Ähnlichkeit (S. 33): Eine Skalierung im Ortsraum um den Faktor α entspricht einer Skalierung im Frequenzraum um 1/α. Ein kleines Objekt hat also ein breites Spektrum.
  • Die Bildpaare zeigen Raute, Quadrat und verschobenes Quadrat mit ihren sternförmigen Spektren. Nach der Verschiebung bleibt das Amplitudenspektrum gleich.
  • Formeln (S. 60–62):
    • DFT: F(k,l) = Σᵣ Σₛ f(r,s) · e^(−j2π(kr/N₁ + ls/N₂))
    • Rücktransformation: f(r,s) = 1/(N₁·N₂) · Σₖ Σₗ F(k,l) · e^(+j2π(kr/N₁ + ls/N₂))
    • FFT: N = 2ᵖ. Durch Periodizität und Spaltenpermutation zerfällt die Transformationsmatrix in p Faktoren. Nötig sind nur M = (N/2)·log₂N komplexe Multiplikationen statt N².
  • Prüfungsaufgabe (S. 134): Ein Streifenmuster unter 45° erzeugt im Frequenzbild zwei symmetrische Punkte auf der Diagonalen. Das entspricht einer einzelnen Sinus- oder Kosinusschwingung.
Fehler in der Quelle

Auf S. 60 lautet der Vorfaktor der Rücktransformation 1/(N₁ + N₂). Richtig ist 1/(N₁ · N₂), also durch die Anzahl der Bildpunkte geteilt. Die DCT-Rücktransformation auf S. 62 hat den Faktor korrekt.

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