Komplexitätstheorie

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Komplexitätstheorie
TypKonzept
QuellenQuelle - Automatentheorie Zusammenfassung
Quelle - Recherche - BWL Nachprüfung und Heuristiken 2026
Quelle - Neuronale Netze selbst programmieren
Erstellt2026-09-24
Aktualisiert2026-09-26
Tagstheoretische-informatik, komplexität, algorithmen

Untersucht, wie viel Zeit und Speicher lösbare Probleme benötigen. Sie teilt Probleme mit der O-Notation in Klassen ein. Die zentrale offene Frage ist P vs. NP.

Grundgedanke

Prinzipiell lösbar (entscheidbar → Berechenbarkeit) heisst nicht praktisch lösbar, wenn die Laufzeit für realistische Eingaben zu lang wird (Quelle - Automatentheorie Zusammenfassung).

O-Notation und Laufzeiten

Ordnung Name praktisch?
O(1) konstant ja
O(log n) logarithmisch ja
O(n) linear ja
O(n log n) n-log-n ja (z.B. Heapsort)
O(n²), O(n³) quadratisch, kubisch ja
O(nᵏ), k ≥ 4 polynomiell schon sehr gross
O(c^(nᵏ)), c > 1, z.B. O(2ⁿ) exponentiell inakzeptabel
  • Untere Schranke: Mindestaufwand, den jeder Algorithmus für ein Problem braucht. Ein Algorithmus ist optimal, wenn er sie erreicht. Beispiel: Vergleichsbasiertes Sortieren braucht Ω(n log n), Heapsort erreicht das.
  • Obere Schranke: Garantie, dass das Problem mit gegebenen Ressourcen lösbar ist (durch einen konkreten Algorithmus).

P und NP

  • P: Probleme, die eine deterministische Turingmaschine in Polynomzeit löst.
  • NP: Probleme, die eine nichtdeterministische Turingmaschine in Polynomzeit löst. Gleichwertig: Eine vorgeschlagene Lösung lässt sich in Polynomzeit prüfen.
  • Die Umwandlung nichtdeterministisch → deterministisch kostet (nach heutigem Wissen) exponentielle Zeit.
  • NP-vollständig: ein Problem in NP, auf das sich alle NP-Probleme polynomiell reduzieren lassen. Liegt ein einziges davon in P, dann gilt P = NP.
  • P = NP? ist offen. Allgemein wird P ≠ NP angenommen (Quelle - Automatentheorie Zusammenfassung).

NP-vollständige Probleme in der Praxis

Bin Packing, Rucksack, Travelling Salesman, Scheduling (Arbeitsvorbereitung, Transport, Betriebssysteme, Stundenpläne). Gelöst werden sie „zufriedenstellend“ mit Heuristiken, suboptimalen und probabilistischen Verfahren.

Belegt ist das für die Ablaufplanung in der Fertigung: Den kürzesten Plan zu finden ist im Flow Shop ab 3 Maschinen und im Job Shop ab 2 Maschinen NP-vollständig (Garey, Johnson, Sethi 1976). Mit 2 Maschinen im Flow Shop löst die Johnson-Regel das Problem dagegen exakt und schnell. Für grosse Probleme gibt es Metaheuristiken: genetische Algorithmen (Holland 1975), Simulated Annealing (Kirkpatrick u.a. 1983), Tabu-Suche (Glover 1986) (Quelle - Recherche - BWL Nachprüfung und Heuristiken 2026). Vergleich mit der BWL in Heuristiken in BWL und Informatik.

Einordnung (Claude)

Die Übersicht der Komplexitätsklassen auf S. 50 der Quelle (konstant, logarithmisch, linear, n-log-n, polynomiell O(nᵏ) mit k ≥ 2, exponentiell O(dⁿ) mit d > 1) stimmt mit der Tabelle oben überein. Die Suchstrategien aus der wissensbasierten Bildanalyse (Bergsteigen, Strahlensuche, A*) sind Beispiele für solche Heuristiken gegen kombinatorische Explosion. Die P-vs-NP-Frage ist auch 2026 ungelöst (Millennium-Problem).

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