Unternehmensziel

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Unternehmensziel
TypKonzept
QuellenQuelle - BWL Grundlagen Zusammenfassung
Erstellt2026-09-25
Aktualisiert2026-09-25
Tagsbetriebswirtschaft, ziele, fuehrung

Ein angestrebter Zustand, auf den eine Unternehmung ihr Handeln ausrichtet. Ziele werden nach Inhalt (Sach- und Formalziele), Dimension und gegenseitiger Beziehung unterschieden.

Zielbildung

An der Zielsetzung wirken zwei Gruppen mit (Quelle - BWL Grundlagen Zusammenfassung):

  • Kerngruppen sind direkt am Zielsetzungsprozess beteiligt.
  • Satellitengruppen üben meist einen indirekten Einfluss aus.

Zielinhalt

Sachziele

Sachziele steuern den güter- und finanzwirtschaftlichen Umsatzprozess (siehe Unternehmung):

  • Leistungsziele: Markt- und Produktziele, z.B. Umsatzvolumen, Qualitätsniveau, Marktsegmente, Marktstellung
  • Finanzziele: Liquidität, Kapitalversorgung, Kapital- und Vermögensstruktur
  • Führungs- und Organisationsziele: Problemlösungsprozess, Führungsfunktionen, Führungsstil, Arbeitsteilung. Beispiele sind Führung durch Zielvorgabe, kooperativer Führungsstil und dezentrale Organisation.
  • Soziale und ökologische Ziele: mitarbeiterbezogene Ziele (Bedürfnisse der Mitarbeitenden) und gesellschaftsbezogene Ziele (ökologische Verantwortung)

Formalziele

Formalziele heissen auch Erfolgsziele: Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Gewinn (siehe Betriebswirtschaftliche Kennzahl). Sie fragen, wie die knappen Produktionsfaktoren optimal eingesetzt werden. Massstab ist das ökonomische Prinzip:

  • Maximalprinzip: mit gegebenem Input möglichst viel Output
  • Minimumprinzip: gegebenen Output mit möglichst wenig Input
  • Optimalprinzip: Input und Output so abstimmen, dass das Problem nach festgelegten Kriterien optimal gelöst wird

Übersicht der Quelle (S. 18): Die Formalziele stehen über den vier Sachzielkategorien, und beide zusammen lenken die betrieblichen Tätigkeiten.

Zieldimensionen

  • Zielausmass: wie viel erreicht werden soll, z.B. 10 % Gewinn. Extremal- oder Maximierungsziele wollen das Höchstmögliche.
  • Zielmassstab: Kardinalskala (quantifizierbar, z.B. Gewinn), Ordinalskala (grösser/kleiner/gleich) oder Nominalskala (erreicht oder nicht)
  • Zeitbezug: kurzfristig bis 1 Jahr, mittelfristig 1–5 Jahre, langfristig über 5 Jahre
  • Organisatorischer Bezug:
    • Unternehmungsziele: Gewinn (Rentabilität), Wachstum, Marktanteil, Know-how, Interessengruppen
    • Bereichsziele: Arbeitssicherheit, Kostensenkung, Termine, Qualität, technischer Fortschritt, Kapazitätsauslastung
    • Mitarbeiterziele: vorgegeben oder gemeinsam erarbeitet

Zielbeziehungen

Einfluss der Umwelt: Die Beziehung ist entweder entscheidungsfeldbedingt (fest vorgegeben) oder entscheidungsträgerbedingt (durch die Wertung des Entscheidungsträgers beeinflusst).

Zwischen zwei Zielen gibt es drei Beziehungen:

  • komplementär: Das Erreichen des einen fördert das andere.
  • konkurrierend (konfliktär): Das Erreichen des einen mindert das andere.
  • indifferent (neutral): Die Ziele beeinflussen sich nicht.

Beispiel Gewinn und Umsatz (Grafik S. 21): Zuerst steigt der Gewinn mit dem Umsatz (komplementär), dann bleibt er gleich (indifferent). Ab einem Punkt sinkt er, weil zusätzlicher Umsatz nur noch mit Preissenkungen oder hohen Kosten erreicht wird (konkurrierend).

Konkurrieren Ziele, müssen sie gewichtet werden: in Haupt- und Nebenziele. Sind sie komplementär, lassen sie sich als Zielhierarchie aus Ober-, Zwischen- und Unterzielen ordnen, die in einer Mittel-Zweck-Beziehung stehen.

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