Wirtschaftsgut

Aus Zweites Gehirn, dem persönlichen Wiki
Wirtschaftsgut
TypKonzept
QuellenQuelle - BWL Grundlagen Zusammenfassung
Quelle - BWL Material- und Produktionswirtschaft Zusammenfassung
Erstellt2026-09-25
Aktualisiert2026-09-26
Tagsbetriebswirtschaft, grundbegriffe

Ein knappes Gut, das menschliche Bedürfnisse befriedigt und deshalb bewirtschaftet werden muss. Wirtschaftsgüter sind der Gegenstand allen wirtschaftlichen Handelns.

Wirtschaft und Bedürfnisse

Wirtschaft umfasst alle Institutionen und Prozesse, die direkt oder indirekt der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach knappen Gütern dienen. Motor der Wirtschaft sind die Bedürfnisse. Ein Bedürfnis ist ein unerfüllter Wunsch (Quelle - BWL Grundlagen Zusammenfassung).

Bedürfnisart Beschreibung Beispiel
Existenzbedürfnis dient der Selbsterhaltung Nahrung, Kleidung, Unterkunft
Grundbedürfnis ergibt sich aus dem allgemeinen Lebensstandard, nicht existenznotwendig Bücher, Radio, Oper
Luxusbedürfnis Wunsch nach luxuriösen Gütern und Dienstleistungen Schmuck, Luxusautos, Zweitwohnungen
  • Grund- und Luxusbedürfnisse bilden zusammen die Wahlbedürfnisse.
  • Komplementäre Bedürfnisse entstehen durch die Befriedigung anderer, z.B. fordert mehr Wohnraum neue Teppiche und Möbel.
  • Individualbedürfnisse befriedigt der Einzelne selbst (Autokauf). Kollektivbedürfnisse hängen von einer ganzen Gemeinschaft ab (Ausbau des Strassennetzes).

Freie und knappe Güter

Freie Güter stellt die Natur in ausreichender Menge bereit, sie müssen nicht bewirtschaftet werden (Luft, Wasser). Wirtschaftsgüter (knappe Güter) sind der Gegenstand des wirtschaftlichen Handelns.

Güterarten

Gegensatzpaar Erklärung und Beispiele
Inputgüter ↔ Outputgüter Einsatzgüter (Rohstoffe, Maschinen, Gebäude) ↔ Ausbringungsgüter (Nahrungsmittel, Haushaltgeräte)
Produktionsgüter ↔ Konsumgüter Produktionsgüter (Werkzeuge, Maschinen) können Input- und Outputgüter sein. Konsumgüter (Schuhe, Ferienreisen) sind stets Outputgüter.
Verbrauchsgüter ↔ Gebrauchsgüter werden beim Einsatz verbraucht (Energie, Material) ↔ erlauben längerfristige Nutzung (Kleidung, Lastwagen)
Halbfabrikate ↔ Fertigfabrikate Teile, Baugruppen (Uhrzeiger, Autoscheibe) ↔ Endprodukte (Autopneu, Automobil)
Materielle ↔ immaterielle Güter mit ↔ ohne materielle Substanz (Schulung, Lizenzen)
Realgüter ↔ Nominalgüter materielle und immaterielle Güter ↔ Geld und Rechte auf Geld (nur in einer Geldwirtschaft bedeutsam)

Produktive Inputgüter werden weiter unterteilt:

  • Repetierfaktoren oder Werkstoffe gehen ins Produkt ein oder werden verbraucht:
    • Rohstoffe (Holz, Metall, Stoffe)
    • Hilfsstoffe (Leim, Faden, Grundiermittel)
    • Betriebsstoffe (Benzin, Schmiermittel, elektrische Energie)
  • Potentialfaktoren (Investitionsgüter, Betriebsmittel) verkörpern ein Leistungspotenzial.
  • Dazu kommt die menschliche Arbeitsleistung.

Produktionsfaktoren

Produktionsfaktoren sind in der BWL alle Elemente, die im betrieblichen Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsprozess kombiniert werden. Unterschieden werden Arbeit, Boden und Kapital. Wie gut diese Kombination gelingt, messen Kennzahlen wie die Produktivität.

Die Produktionswirtschaft teilt feiner ein: Arbeitskräfte (die wichtigsten), Betriebsmittel, Materialien, Dienstleistungen, immaterielle Güter (Lizenzen, Patente, Know-how), Energie und Informationen (Quelle - BWL Material- und Produktionswirtschaft Zusammenfassung; siehe Produktionswirtschaft). Die Materialwirtschaft unterscheidet bei den Werkstoffen zusätzlich Fertigstoffe, Baukomponenten, Zwischenprodukte und Handelswaren (Materialwirtschaft).

Verwandt