| Typ | Quelle |
|---|---|
| Rohdatei | sources/Zusammenfassung BWL_Material und Produktion.pdf |
| Autor | René Gisler (Nutzer dieses Wikis) |
| Institution | FFH Schweiz |
| Datum_quelle | undatiert (vermutlich 2002) |
| Format | PDF, 65 Seiten, sehr viele Seiten mit Grafiken, Tabellen und Schemas aus Lehrmitteln |
| Erstellt | 2026-09-26 |
| Aktualisiert | 2026-09-26 |
| Tags | betriebswirtschaft, materialwirtschaft, produktion, logistik, studium |
Eigene Prüfungszusammenfassung zur Material- und Produktionswirtschaft an der FFH Schweiz. Sie reicht von der Geschichte der Industrie über Lager, Beschaffung und ABC-Analyse bis zu Fertigungsorganisation und Produktionsplanung.
Aufbau der Quelle
| Seiten | Kapitel | Eingeflossen in |
|---|---|---|
| 2–4 | Prinzipien industrieller Produktion, Geschichte 1750 bis heute, Taylor | Produktionswirtschaft |
| 5–7 | Neue Trends: Globalisierung, Just-in-time, Lean Production, CIM, Beschaffungstrends | Just-in-time, Produktionswirtschaft, Materialwirtschaft |
| 7–11 | Einordnung in die Unternehmung, Logistik, Ebenen, Ressourcen, Modelle | Logistik |
| 11–18 | Materialwirtschaft: Objekte, Aufgaben, Gliederung, Ziele | Materialwirtschaft |
| 18–22 | Lagermotive, Lagertypen, Lagereinrichtungen, Fördermittel | Lagerhaltung |
| 22–25 | Bedarfsarten, Make-or-buy, ABC- und XYZ-Analyse mit Beispiel | Materialwirtschaft, ABC-Analyse |
| 26–35 | Beschaffungsprinzipien, Sicherheitsbestand, Bestellpunkt- und Bestellrhythmus-Modell, MRP, Einkauf, Kontrolle | Materialwirtschaft, Produktionsplanung und -steuerung |
| 36–51 | Produktionswirtschaft: Begriffe, Aufgaben, Ziele, technische Systeme, Fertigungstypen | Produktionswirtschaft |
| 51–58 | Standorte, Technologien, Kapazität, Güterfluss, Organisationsformen der Fertigung | Produktionswirtschaft, Standortwahl |
| 58–65 | PPS: Aufbau, MRP, Losgrösse, Vorlaufzeiten, Kapazitätsplanung, Arbeitspläne, Steuerung | Produktionsplanung und -steuerung |
Kernaussagen
- Industrielle Produktion beruht auf Arbeitsteilung, Spezialisierung, Mechanisierung und Automation. Die Entwicklung führte von der Dampfmaschine über Fords Fliessband und Taylors Scientific Management zu CIM (Produktionswirtschaft).
- Die Materialwirtschaft stellt das Material in richtiger Menge und Qualität zur rechten Zeit am rechten Ort bereit, zu möglichst tiefen Kosten. Sie ist selbst nicht wertschöpfend (Materialwirtschaft, Lagerhaltung).
- Mit der ABC-Analyse (Wert) und der XYZ-Analyse (Prognostizierbarkeit) legt man fest, welche Güter wie intensiv bewirtschaftet werden (ABC-Analyse).
- Die Produktionswirtschaft ist der wertschöpfende Teil. Sie wählt den Fertigungstyp (Einzel-, Serien-, Massenfertigung) und die Organisationsform (Werkstatt, Fliessfertigung, Zentren, Segmente) (Produktionswirtschaft).
- PPS-Systeme planen mit Stücklisten, Lagerbeständen und Vorlaufzeiten den Materialbedarf (MRP) und prüfen die Kapazitäten (CRP), bevor Aufträge freigegeben werden (Produktionsplanung und -steuerung). Just-in-time will Lager durch eine bedarfssynchrone Versorgung ersetzen (Just-in-time).
Bewertung
Die Quelle ist die umfangreichste der BWL-Zusammenfassungen. Viele Schemas (Gliederung nach Aufgabenart, Zielsysteme, Beschaffungsmix, PPS-Aufbau, Segmentierung) sind aus Lehrbüchern eingescannt. Die Grafikseiten wurden beim Ingest mit PyMuPDF gerendert. Nachgerechnet und korrekt: die ABC-Analyse (S. 25: Gesamtverbrauch 16 400 ME, Wert 56 600 GE, A-Klasse 73,5 % Wert bei 12,8 % Menge). Die Stückliste (S. 30) wurde als eigenes Rechenbeispiel aufgelöst (siehe Produktionsplanung und -steuerung).
Ein Datum fehlt. Aufbau und Layout entsprechen den übrigen BWL-Zusammenfassungen von 2002. Der Stand ist Anfang der 2000er-Jahre: Industrie 4.0, ERP-Systeme wie SAP S/4HANA, 3D-Druck und die Lieferkettenprobleme seit 2020 kommen nicht vor.
- S. 9: Unter Beschaffungslogistik steht „Die Kapitalgeber spielen eine zunehmend aktive Rolle in der Unternehmung“. Das passt nicht zur Überschrift und ist vermutlich aus einem Abschnitt über Finanzierung verrutscht (siehe Logistik).
- S. 16: Als Beispiel für disharmonische Ziele steht „Gehaltsminderung“, für harmonische „neue Produkte“ und „intensive Weiterbildung“. Die Beispiele passen nicht erkennbar zur Unterscheidung. Vermutlich fehlt die zugehörige Grafik.
- S. 26: „oder-to-make“ heisst richtig order-to-make.
- S. 29: Beim Bestellrhythmus-Modell steht „Ladenhüter leichter zu erkennen“ unter den Nachteilen. Das ist eher ein Vorteil.
- S. 12–13: „Losten“ heisst Losen, S. 30 „B-Konten“ heisst B-Knoten.
- S. 21: „Kaninlager“ ist vermutlich ein Tippfehler (wohl Kragarmlager für Langgut). Nicht eindeutig.
Neu angelegte Seiten
- Materialwirtschaft, Lagerhaltung, ABC-Analyse, Produktionswirtschaft, Produktionsplanung und -steuerung, Just-in-time, Logistik
Verwandt
- FFH Schweiz – Hochschule, an der die Zusammenfassung entstand
- Quelle - BWL Grundlagen Zusammenfassung – Produktionsfaktoren, Güterarten und Standortwahl als Grundlage
- Quelle - BWL Produkt- und Distributionspolitik Zusammenfassung – physische Distribution als Gegenstück zur Beschaffungslogistik
- Quelle - Recherche - BWL Nachprüfung und Heuristiken 2026 – prüft Jahreszahlen und Einordnungen (Watt, Toyota, Industrie 4.0, Pflichtlager, Lieferketten)
