Produktpolitik

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Produktpolitik
TypKonzept
QuellenQuelle - BWL Produkt- und Distributionspolitik Zusammenfassung
Erstellt2026-09-26
Aktualisiert2026-09-26
Tagsbetriebswirtschaft, marketing, produktpolitik

Das erste der 4 P („Product“). Die Produktpolitik gestaltet Art und Menge des Absatzprogramms einer Unternehmung, dazu die Zusatzleistungen, die mit dem Produkt angeboten werden, z.B. Installation oder Reparaturdienst.

Absatzprogramm

Hauptproblem ist die optimale Anzahl von Produkten (Quelle - BWL Produkt- und Distributionspolitik Zusammenfassung):

  • Programmbreite: wie viele verschiedene Produktarten angeboten werden. Man erwartet oft Synergien zwischen ihnen.
  • Programmtiefe: wie viele Ausführungen einer Produktart angeboten werden, z.B. Biersorten. Damit begegnet man einem uneinheitlichen Käufermarkt (siehe Marktsegmentierung in Markt und Konsumentenverhalten).

Gliederung von klein nach gross: Einzelprodukt → Produktgruppe (Ausführungen eines Modells, z.B. Golf GSI, GLS, TDI) → Produktlinie (z.B. Personenwagen, Lastwagen) → Sparte (z.B. Autos, Schiffe, Flugzeuge). Im Handel heisst das Absatzprogramm Sortiment.

Produktnutzen

Schicht Dimension Inhalt
Produktkern technisch-ökonomisch, Grundnutzen Funktionstüchtigkeit, Funktions- und Betriebssicherheit, Störanfälligkeit, Lebensdauer, Wertbeständigkeit
Marketing-Überbau sozialpsychologisch, Zusatznutzen Form (Design), Verpackung, Markierung, Umweltbeeinflussung
Kundendienst Zusatzleistungen Beratung beim Kauf, Schulung, Zustellung und Installation, Unterhalt, Reparatur, Ersatzteile, Garantie

Funktionen der Verpackung: Information, Werbung, Identifikation, Schutz, Lagerung, Transport, Verwendung und Fertigung.

Markierung: Die Quelle unterscheidet anonyme Ware, markierte Ware und Markenartikel. Ein Markenartikel hat eine eindeutige Markierung, gleichbleibende oder steigende Qualität, gleichbleibende Menge und Aufmachung, Werbung für die Marke, eine weite Verbreitung und einen hohen Bekanntheitsgrad. Weisse Produkte (Generika, No-Name) sind schlicht beschriftet und bis zu 50 % billiger als der entsprechende Markenartikel.

Produktpolitische Möglichkeiten

Möglichkeit Bedeutung
Produktpersistenz Das Programm bleibt, weil Marktveränderungen nicht erkannt oder Chancen nicht gesucht werden.
Produktmodifikation Gleiche Grundkonzeption, veränderte Produkte: Alteration (neue Ausführung ersetzt die alte) oder Differenzierung (zusätzliche Ausführungen für einzelne Marktsegmente)
Produktinnovation Neue Produkte: Ablösung (neue Technik für dasselbe Bedürfnis, z.B. Nadeldrucker → Laserdrucker) oder Diversifikation (neue Produkte für neue Märkte)
Produktelimination Varianten, Produktgruppen oder ganze Produktlinien werden gestrichen.

Formen der Diversifikation:

  • horizontal: sachlicher Zusammenhang mit dem bisherigen Programm (gleiche Werkstoffe, verwandte Technik)
  • vertikal: Produkte, die man bisher vom Lieferanten bezog, stellt man selbst her (vgl. vertikale Integration in Materialwirtschaft)
  • lateral: keine Verwandtschaft mit dem bisherigen Programm
Einordnung (Claude)

Die drei Diversifikationsformen entsprechen der Einteilung von Unternehmungsverbindungen nach Produktionsstufe (horizontal, vertikal, diagonal) in Unternehmungsverbindung. Diversifikation kann intern oder durch Zukauf geschehen.

Wann welche Möglichkeit sinnvoll ist, hängt stark von der Phase im Produktlebenszyklus ab. Neue Produkte entstehen in der Produktentwicklung.

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