Funktion

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Funktion
TypKonzept
QuellenQuelle - Mathematik Zusammenfassung
Erstellt2026-09-26
Aktualisiert2026-09-26
Tagsmathematik, analysis, funktion

Eine Zuordnung, die jedem x aus dem Definitionsbereich genau ein y aus dem Wertebereich zuweist. Die wichtigsten Grundtypen sind die Gerade und die Parabel. Dazu kommen die Umkehrfunktion und das Verhalten an Definitionslücken und im Unendlichen (Grenzwerte).

Definition

f: D(f) → W(f), x ↦ y = f(x). Jeder Zahl x aus dem Definitionsbereich wird eine Zahl y aus dem Wertebereich zugeordnet (Quelle - Mathematik Zusammenfassung, S. 11).

Koordinaten:

  • kartesisch: x-Achse (Abszisse), y-Achse (Ordinate), vier Quadranten gegen den Uhrzeigersinn
  • polar: Punkt als Radius r und Winkel φ, z.B. P(5; 45°). Siehe auch Komplexe Zahl.

Gerade (lineare Funktion)

y = a·x + b, dabei ist a die Steigung und b der y-Achsenabschnitt. Die Nullstelle liegt bei x = −b/a.

Steigung durch zwei Punkte: a = Δy/Δx = (y₂ − y₁)/(x₂ − x₁)

Beispiel (S. 11): P₁(−3; 7), P₂(2; −3) → a = −10/5 = −2. Aus −3 = −2·2 + b folgt b = 1, also y = −2x + 1.

Fehler in der Quelle

Die Rechnung ist richtig, das doppelt unterstrichene Ergebnis lautet aber „y = 2·x + 1“. Das Minuszeichen fehlt. Probe: P₁ erfüllt −2·(−3) + 1 = 7, aber nicht 2·(−3) + 1 = −5.

Handschriftliche Beispiele (S. 12): parallele Gerade (gleiche Steigung), rechtwinklige Gerade (Steigung a₂ = −1/a₁), Schnittpunkte, Abstand eines Punkts von einer Geraden über das Lot und Pythagoras.

Umkehrfunktion

Vertauscht man x und y und löst nach y auf, erhält man die Umkehrfunktion: Aus y = ax + b wird y = (x − b)/a. Grafisch ist sie das Spiegelbild an der Winkelhalbierenden y = x (S. 12). Damit sie existiert, muss die Funktion eindeutig umkehrbar sein. Sonst schränkt man den Bereich ein, wie bei den trigonometrischen Funktionen (Trigonometrie).

Parabel (quadratische Funktion)

y = ax² + bx + c lässt sich durch Verschieben des Ursprungs in den Scheitel S(p; q) als y = a(x − p)² + q schreiben:

S(p; q) = (−b/2a ; c − b²/4a)

Schnittpunkte zweier Funktionen erhält man durch Gleichsetzen der Funktionsgleichungen (siehe Gleichungssystem).

Grenzwerte bei Funktionen

Man untersucht das Verhalten gegen ±∞ und an Stellen, an denen die Funktion nicht definiert ist (S. 21–22):

  • y = 1/x: gegen ±∞ strebt y gegen 0. Bei x → 0⁺ geht y gegen +∞, bei x → 0⁻ gegen −∞.
  • y = 2x/(x + 3): gegen ±∞ strebt y gegen 2 (waagrechte Asymptote), bei x → −3⁺ gegen −∞, bei x → −3⁻ gegen +∞ (senkrechte Asymptote)

Grenzwert im Unendlichen: Eine Funktion hat den Grenzwert g, wenn sich die Funktionswerte für hinreichend grosse bzw. kleine x beliebig wenig von g unterscheiden, |f(x) − g| < ε. Zu jedem noch so schmalen Streifen g ± ε gibt es ein x_ε, ab dem alle Punkte im Streifen liegen. Das ist dieselbe Idee wie bei Folgen.

Einordnung (Claude)

In den BWL-Quellen stecken viele solche Funktionen: Die Preis-Absatz-Funktion p = a − bx ist eine Gerade, der Erlös E = x(a − bx) eine nach unten offene Parabel. Deren Scheitel liegt bei x = a/2b, dort ist der Umsatz maximal, und die Preiselastizität ist dort −1 (siehe Preispolitik).

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